Node-to-node links verbinden nur Knoten als
Ganzes miteinander. Es ist nicht möglich, den Ausgangs- und Zielpunkt
näher zu bestimmen. In den anderen drei Fällen werden in mindestens
einen der Knoten lokale Anker eingefügt, so daß auf spezifische
Stellen zugegriffen werden kann.
Bei HTML-Anwendungen wird immer von einer spezifischen Stelle des Ausgangsknotens
auf einen Zielknoten als Ganzes (point-to-node
link) oder auf eine spezifische Stelle des Zielknotens
(point-to-point link) verwiesen.
Point-to-point links können vor allem bei großen Knoten
sehr vorteilhaft sein, da die relevanten Informationen innerhalb des Zielknotens
schneller gefunden werden. Allerdings ist die Implementierung mit erhöhtem
Aufwand verbunden. Außerdem muß darauf geachtet werden, daß
am Zielpunkt des Verweises problemlos mit der Lektüre begonnen werden
kann. Die Stelle darf sich weder inhaltlich noch sprachlich zu stark auf
den übersprungenen Anfang des Zielknotens beziehen. Ein Satz wie "aufgrund
dieser Tatsachen war er damit einverstanden" eignet sich nicht als Verweisziel,
da ohne vorhergehenden Kontext unklar bleibt, worauf sich die Wörter
"dieser", "er" und "damit" beziehen. Es kommt also durch anaphorische
Textreferenzen [64] zu
Kohäsionsverletzungen. Der Leser hat zwar die Möglichkeit, nach
oben zu scrollen und seine Wissenslücken zu schließen, dies sollte
ihm jedoch nur dann zugemutet werden, wenn eine andere Wahl des Zielankers
nicht möglich ist (z. B. weil dem Leser sonst unklar wäre,
welche Textstelle für ihn relevant ist).
Beim QM-Handbuch wurde die Kohäsionsproblematik
dadurch gemindert, daß als Verweisziele immer Überschriften
gewählt wurden. Aus Zeitgründen konnten in den meisten Fällen
nur point-to-node links realisiert werden. Wenn allerdings durch den
Text ein genauer Zielpunkt nahegelegt wurde (z. B.: "Das Vorgehen ist
in Std0405, Kap. 1.3 näher erläutert.") konnte ohne großen
Aufwand ein point-to-point link eingefügt werden.
Abbildung 3.5.7-5: node-to-node, point-to-node, node-to-point, point-to-point links (nach: http://pilzecker.psychologie.uni-bonn.de/allgm/mitarbei/privat/gerdes_h/hyper/Abb5.gif)
[63] siehe auch
Gerdes
URL 1, Streitz 1991, S. 547 (Unterschiede in der
Terminologie)
[64] "Sprachl. Bezugnahme; Verweis best.
Elemente eines Textes auf andere Elemente desselben Textes, mit Verweisrichtung
nach rückwärts, auf den vorangegangenen Kontext" (Ulrich
21975, S. 149)