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Links als node-to-node, point-to-node, node-to-point, point-to-point links (Ansel Suter 1995, S. 17f.)[63]


Node-to-node links verbinden nur Knoten als Ganzes miteinander. Es ist nicht möglich, den Ausgangs- und Zielpunkt näher zu bestimmen. In den anderen drei Fällen werden in mindestens einen der Knoten lokale Anker eingefügt, so daß auf spezifische Stellen zugegriffen werden kann.
Bei HTML-Anwendungen wird immer von einer spezifischen Stelle des Ausgangsknotens auf einen Zielknoten als Ganzes (point-to-node link) oder auf eine spezifische Stelle des Zielknotens (point-to-point link) verwiesen. Point-to-point links können vor allem bei großen Knoten sehr vorteilhaft sein, da die relevanten Informationen innerhalb des Zielknotens schneller gefunden werden. Allerdings ist die Implementierung mit erhöhtem Aufwand verbunden. Außerdem muß darauf geachtet werden, daß am Zielpunkt des Verweises problemlos mit der Lektüre begonnen werden kann. Die Stelle darf sich weder inhaltlich noch sprachlich zu stark auf den übersprungenen Anfang des Zielknotens beziehen. Ein Satz wie "aufgrund dieser Tatsachen war er damit einverstanden" eignet sich nicht als Verweisziel, da ohne vorhergehenden Kontext unklar bleibt, worauf sich die Wörter "dieser", "er" und "damit" beziehen. Es kommt also durch anaphorische Textreferenzen [64] zu Kohäsionsverletzungen. Der Leser hat zwar die Möglichkeit, nach oben zu scrollen und seine Wissenslücken zu schließen, dies sollte ihm jedoch nur dann zugemutet werden, wenn eine andere Wahl des Zielankers nicht möglich ist (z. B. weil dem Leser sonst unklar wäre, welche Textstelle für ihn relevant ist).
Minicone Beim QM-Handbuch wurde die Kohäsionsproblematik dadurch gemindert, daß als Verweisziele immer Überschriften gewählt wurden. Aus Zeitgründen konnten in den meisten Fällen nur point-to-node links realisiert werden. Wenn allerdings durch den Text ein genauer Zielpunkt nahegelegt wurde (z. B.: "Das Vorgehen ist in Std0405, Kap. 1.3 näher erläutert.") konnte ohne großen Aufwand ein point-to-point link eingefügt werden.


node-to-node, point-to-node, node-to-point, point-to-point links

Abbildung 3.5.7-5: node-to-node, point-to-node, node-to-point, point-to-point links (nach: http://pilzecker.psychologie.uni-bonn.de/allgm/mitarbei/privat/gerdes_h/hyper/Abb5.gif)

[63] siehe auch Gerdes URL 1, Streitz 1991, S. 547 (Unterschiede in der Terminologie)
[64] "Sprachl. Bezugnahme; Verweis best. Elemente eines Textes auf andere Elemente desselben Textes, mit Verweisrichtung nach rückwärts, auf den vorangegangenen Kontext" (Ulrich 21975, S. 149)

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