Bookmarks sind eine Untermenge der History List: Es
handelt sich um eine Liste bereits gelesener Knoten (siehe Abbildung), allerdings
werden die Knoten nicht automatisch, sondern nur auf ausdrücklichen
Wunsch des Lesers in die Liste aufgenommen. Man sagt, der Leser muß
"eine Bookmark setzen". In Netscape heißt dies konkret, er muß
den Menüpunkt "Bookmarks - Add Bookmark" (siehe Abbildung) wählen,
während er sich auf einer bestimmten Seite befindet. Später kann
der Leser dann zu dieser Seite zurückkehren, indem er aus der Bookmark-Liste
den entsprechenden Eintrag wählt.
Abbildung 3.5.3-9: Bookmarks
Bookmarks ermöglichen es also, die Lektüre eines Knotens auf einen
späteren Zeitpunkt zu verschieben oder einen Knoten immer wieder zu
besuchen. Sie können aber auch dazu dienen, den Leser bei
Orientierungsverlust an einen bekannten Ort zurückzuführen. De
Bra formuliert dies so: "It's like being a tourist with a teleport mechanism.
When you no longer know where you are you can teleport to a place you know"
(De Bra
URL 1). Allein das Wissen um diese Möglichkeit verleiht dem
Leser Sicherheit und ermöglicht ein freieres Navigieren:
Although careful organization, thoughtful presentation, and powerful navigational aids all help keep readers from becoming disoriented, they may not suffice to alleviate the reader's anxiety. "I am not lost yet", the reader thinks, "but this getting complicated. If I start wandering around, I may get lost." In this way, fear of imminent disorientation might prevent readers from discovering and reading important sections of the document. Hypertext book marks let the reader assuage this disorientation anxiety. If the reader begins to feel anxious, she simply marks her place in the book; should the results of a foray prove unsatisfactory or should she become lost, the book mark lets the reader retreat directly to a familiar location of her own choosing (Bernstein 1988, S. 39f., Hervorhebung im Original).