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netzwerkartig (Hofmann 1995, S. 123, Ansel Suter 1995, S. 15)
   Netzwerk

Bei einem netzwerkartigen Hypertext kann jeder Knoten mit jedem beliebigen anderen Knoten verknüpft werden. Eine regelmäßige Struktur kommt dabei höchstens durch Zufall zustande. Die Autoren haben beim Einfügen von Verweisen größtmögliche Freiheit und können vielfältige Zusammenhänge zum Ausdruck bringen (Ansel Suter 1995, S. 16, Hofmann 1995, S. 122). Den Lesern stehen in der Regel besonders viele Navigationsmöglichkeiten zur Verfügung. Dies kann allerdings leicht zu Orientierungsproblemen führen, wenn das Hypertextnetz zu unübersichtlich wird (Ansel Suter 1995, S. 15, De Young 1990, S. 238, Hofmann 1995, S. 122). Man spricht hier in Anlehnung an ähnliche Probleme beim unstrukturierten Programmieren[20] auch von "goto spaghetti" (De Young 1990, S. 238, Hervorhebung im Original).

[20] Der Befehl goto, mit dem zwischen Programmzeilen hin- und hergesprungen werden kann, führt zu Unübersichtlichkeit und gilt als schlechter Programmierstil (vgl. Dijkstra 1968, zit. nach De Young 1990, S. 248). Assoziative (d. h. beliebige, nicht entlang der Struktur verlaufende) Hypertextverweise (vgl. Kap. 3.5.7.1) werden manchmal mit goto-Befehlen verglichen (z. B. De Young 1990, S. 238ff.).

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