Es wurde gezeigt, daß derselbe Algorithmus, der schon für
die Vorhersage deutscher Wortassoziationen verwendet wurde,
auch für das Englische ähnlich gute Ergebnisse liefert,
wenn er anstatt auf ein deutsches auf ein englisches
Korpus angewandt wird.
Lediglich bei der Berechnung der assoziativen Verbindungsstärken
mußte ein Parameter der Assoziationsformel
deutlich, ein weiterer geringfügig geändert werden. Diese
Parameteranpassung trägt offenbar der
Tatsache Rechnung, daß im Englischen die durchschnittlichen
Worthäufigkeiten höher sind als im Deutschen.
Zwei Besonderheiten im assoziativen Verhalten der Versuchspersonen wurden in der Simulation bestätigt. Zum einen die Beobachtung, daß die assoziativen Antworten der deutschen Versuchspersonen generell eine größere Streuung aufweisen als die der englischen. Zum anderen waren die Vorhersagen zu genau denjenigen Stimuluswörtern besonders gut, bei denen auch die assoziativen Antworten der Versuchspersonen eine hohe Übereinstimmung zeigten.
Diese Ergebnisse bestätigen die These, daß freie Assoziationen auf die Kontiguitäten von Wörtern in Texten zurückgeführt werden können.