Zusammenfassung

Trotz intensiver Arbeit konnten die Studenten den Abgabetermin nicht einhalten. Verantwortlich für die Verzögerung waren jedoch nicht die Studenten selbst, sondern vielmehr das Organisatorische. Für das Formatieren der Übersetzungen beauftragte der Dozent eine Person, die jedoch kurzfristig absagte. Nun mussten sich die Studenten auch um die Formatierung kümmern, was sich als problematisch erwies, da sie sich auf Anhieb nicht einigen konnten. Es war ein schwerwiegendes Problem, das sowohl den Studenten, als auch dem Dozent die letzten Nerven raubte. Um es den Studenten zu erleichtern, beschloss der Dozent, erneut jemanden für die Formatierung zu beauftragen. Dieses Mal engagierte er einen professionellen Informatiker, den er für die Formatierungsarbeit aus seiner eigenen Tasche bezahlen musste. Als Honorar für den Auftrag erhielt die Übersetzungsgruppe einen Projektor in Wert von etwa 1.500 Euro, der dem FASK gespendet wurde.

Alle Kursteilnehmer waren der Meinung, dass solche "real life projects" neben anderen Übersetzungsübungen wertvolle Erfahrung für die spätere Berufstätigkeit darstellen. Der authentische Übersetzungsauftrag bewirkte, dass die Studenten sich weniger am Dozenten orientierten, wie sonst beim Frontalunterricht, sondern ihr Hauptinteresse darauf richteten, eine Übersetzung von professioneller Qualität zu erstellen. Durch die Mitarbeit eines jeden entstand eine hervorragende Übersetzung. Die Korrektur und Lösungsvorschläge der anderen Kommilitonen führten oft zu einer Verbesserung der eigenen Übersetzungs- und Arbeitsstrategien. Außerdem lernten die Studenten auch, aufeinander einzugehen und mit anderen zu arbeiten. Es lässt sich insgesamt sagen, dass sich die hier angewandten konstruktivistischen Prinzipien sehr positiv auf die übersetzerische Kompetenz der Studenten auswirkten.

Laut Umfrage würden alle Kursteilnehmer jederzeit wieder an einem "real life project" teilnehmen. Hindernisse waren sicherlich bei dem Projekt - wie auch gewöhnlich bei vielen anderen - vorhanden, doch gemeinsam konnten sie diese überwinden. In der letzten Sitzung überlegten Dozent und Studenten gemeinsam, wie man auftauchende Probleme beheben und das nächste Projekt besser gestalten könnte. Einige Verbesserungsvorschläge wurden genannt:

  1. gemeinsam mit der Gruppe ein Glossar erstellen, das regelmäßig erneuert bzw. überarbeitet wird
  2. den Standardtext in der ersten Sitzung gemeinsam übersetzen
  3. eine Sitzung für das gemeinsame Formatieren am Computer
  4. eine genaue Formatierung vom Auftraggeber verlangen, wenn möglich ein einfach formatierter bzw. gar nicht formatierter Text mit freiwählbarer Schriftart


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