Johannes Gutenberg-Universität Mainz
15 Jahre Lateinamerikazentrum CELA in Germersheim

Das CELA in Germersheim wurde im Jahre 1990 von Univ.-Prof. Dr. Klaus Pörtl gegründet.
Die wissenschaftlichen Aktivitäten begannen zum Wintersemester 1992 mit der Besetzung der Professur für Sprachwissenschaft mit Univ.-Prof. Dr. Matthias Perl.
Das CELA hat zwei Spezialsammlungen zu Brasilien und Kolumbien (jeweils ca. 1.100 Bände) und eine Datenbank zu Lateinamerika sowie zu den anderen spanisch- bzw. portugiesischsprachigen Ländern, die auf den Publikationen in der "Süddeutschen Zeitung" basiert.

Aufenthalte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des CELA im Ausland (1992-2005):

Von 1992 bis 2005 konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CELA 106 Auslandsaufenthalte in 20 Ländern realisieren. Als Schwerpunktländer für die wissenschaftlichen Beziehungen können Kolumbien, Venezuela, Brasilien, Curaçao und die USA angesehen werden. Aber auch Vortragsaufenthalte bzw. Kongressreisen nach Chile, Mexiko, Kuba, Costa Rica, Argentinien, Ekuador und in die Dominikanische Republik konnten durchgeführt werden.

Gastreferenten im CELA (1992-2005):

Als Gastreferenten (ohne die Teilnehmer am 4. Deutschen Lusitanistentag im September 2001 in Germersheim) konnten 115 Fachkolleginnen und Fachkollegen aus 18 Ländern begrüßt werden. Allein aus Venezuela und Kolumbien kamen 39 Referenten nach Germersheim, aber auch aus den USA, Spanien, Kuba, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Costa Rica, Chile und Curaçao.

Doktoranden und andere Wissenschaftler, die mit Unterstützung des DAAD in Germersheim weilten:

Am CELA in Germersheim weilten von 1992 bis 2005 mehrfach Wissenschaftler u.a. aus Costa Rica, Kolumbien, Kuba und Venezuela, die vom DAAD für die Anfertigung ihrer Qualifikationsschriften ein Stipendium erhalten konnten:

Die Literaturwissenschaftler:

Prof. Dr. Luis Chesney Lawrence von der Universidad Central de Venezuela in Caracas (Venezuela)
Prof. Dr. Montserrat Ordóñez von der Universidad de los Andes in Bogotá (Kolumbien)
Prof. Dr. Bogdan Piotrowski von der Universidad de la Sabana in Bogotá (Kolumbien)

Die Sprachwissenschaftler:

Prof. Dr. Alexandra Álvarez von der Universidad de los Andes in Mérida (Venezuela)
Prof. Dr. Mario Portilla von der Universidad de Costa Rica in San José (Costa Rica)
Lic. Thania Villamizar von der Universidad de los Andes in Mérida (Venezuela)
Lic. Frank Vales von der Universidad de la Habana (Kuba)


Stipendien für Wissenschaftler aus Germersheim:

Wissenschaftler aus Germersheim waren Gast verschiedener ausländischer Universitäten mit Stipendien des DAAD, der DFG und der Volkswagen-Stiftung, aber auch als invited speakers u.a. von COLCIENCIAS (Kolumbien), CONICIT (Venezuela) und der Universidad de Costa Rica in San José.

Studierendenaustausch:

Am Studierendenaustausch zwischen der Universität Mainz und der Universidad de los Andes in Mérida konnten bisher (zu Beginn des Wintersemesters 2005/2006) 62 deutsche Studierende und 13 venezolanische Studierende teilnehmen. Die große Mehrheit konnte ein Stipendium des DAAD nutzen. In Einzelfällen wurde der Austausch auch vom Land Rheinland-Pfalz, dem Institut für Romanistik in Germersheim und der Universidad de los Andes unterstützt. Studierende aus Germersheim konnten auch Aufenthalte an der Universidad de los Andes in Bogotá und an der Universidad de Córdoba (Argentinien) realisieren.

Publikationen:

Von 1992 bis 2005 wurden von Mitarbeitern des CELA 28 Bücher publiziert bzw. ediert. In der eigenen CELA-Publikationsreihe wurden 17 Titel aufgelegt.

Preise und Auszeichnungen für jüngere Wissenschaftler:

Die zwei Dissertationen von Dr. Eva Katrin Müller (1999) und Dr. Stefan Barme (2000) zu lateinamerikanistischen Themen erhielten jeweils den Preis der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für ausgezeichnete wissenschaftliche Leistungen (Prädikat: summa cum laude) und die Versionen in spanischer bzw. portugiesischer Sprache auch die Preise der Generalkonsuln der iberoamerikanischen Länder in Frankfurt am Main.

Mitarbeit in internationalen Fachzeitschriften:

Mitarbeiter des CELA bzw. des Instituts für Romanistik arbeiten in verschiedenen internationalen Fachzeitschriften leitend mit:

Acta Columbina Kassel K. Pörtl
Anuario de Lingüística Hispánica Valladolid M. Perl
Art Teatral València K. Pörtl
Iberoromania Tübingen K. Pörtl
Papia Brasilia M. Perl
Revista Internacional de Literatura
Comparada Española (RILCE)
Pamplona K. Pörtl
Revista Internacional de Lingüística
Ibero-Americana (RILI)
Madrid M. Perl
UniverSOS Valencia M. Perl
Universum Talca (Chile) S. Klengel

Für die DFG, den DAAD, die Volkswagen-Stiftung, den österreichischen Fonds für wissenschaftliche Forschung (FWF) und die University of California arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CELA als Gutachter für lateinamerikanistische Projekte.