Dolmetscherpool
Der Dolmetscherpool
Die Region Germersheim ist durch kulturelle Vielfalt geprägt. Wo viele Sprachen und Kulturen aufeinander treffen, kann es auch zu Kommunikationsschwierigkeiten kommen. Selbst wenn die Sprachkenntnisse zur Bewältigung des Alltags ausreichen, wird oft ein Gespräch im Krankenhaus, auf dem Amt oder bei anderen offiziellen Stellen für Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund zum Problem.
Daher hat der Arbeitsbereich Interkulturelle Kommunikation der Johannes Gutenberg-Universität Mainz einen Dolmetscherpool ins Leben gerufen, der sozialen Einrichtungen aus der Region Germersheim/Speyer Sprachmittlerdienste zur Verfügung stellt.
Der Dolmetscherpool Germersheim ist ein Projekt, für das sich Studierende und Lehrende der Universität engagieren. Die Studierenden leisten ihre Dolmetscheinsätze im Rahmen eines unbezahlten Praktikums, das sie sich im Rahmen ihres Studiums anrechnen lassen können. Durch regelmäßige Fortbildungen wird eine angemessene Qualität der Dolmetschleistungen sichergestellt. Die Universität Mainz unterstützt den Dolmetscherpool bis September 2012 mit einer wissenschaftlichen Hilfskraft.
Mit dem Projekt wollen die Studierenden und Lehrenden einen Beitrag dazu leisten, die Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern mit geringen Deutschkenntnissen zu erleichtern.
Sprachenangebot momentan: Albanisch, Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Nordkurdisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch
Was machen Dolmetscherinnen und Dolmetscher und wo kommen sie zum Einsatz?
Die Dolmetscherinnen und Dolmetscher des Pools ermöglichen die Kommunikation zwischen sozialen Einrichtungen und Personen mit geringen Deutschkenntnissen. Sie werden in Beratungsstellen, Kitas, auf Ämtern und in Jugendhilfeeinrichtungen tätig – eben überall, wo wichtige Gesprächsinhalte zu vermitteln sind. In der Regel fehlen in diesen Bereichen die finanziellen Mittel, um freiberufliche Dolmetscherinnen und Dolmetscher zu engagieren.
Warum ist es wichtig Dolmetscherinnen und Dolmetscher hinzuzuziehen?
Familienangehörige oder gar Kinder müssen so nicht mehr als "Laiendolmetscher" aushelfen. Die Belastung für die Familie und die Gefahr von Missverständnissen werden reduziert. Alle Gesprächsbeteiligten profitieren durch effizientere und kürzere Beratungszeiten. Nicht zuletzt können so die Hilfs- und Beratungsangebote der Einrichtungen von mehr Menschen genutzt werden.
Wie kann man einen Dolmetscher buchen?
Soziale Einrichtungen, Ämter und Behörden, Beratungsstellen und medizinische Einrichtungen und alle, die beim Kontakt mit solchen Einrichtungen sprachliche Unterstützung benötigen, können sich per E-Mail oder telefonisch an den Dolmetscherpool wenden. Da es sich um ein nicht-kommerzielles Projekt handelt, können wir nicht immer und in jedem Fall helfen. Nehmen Sie bitte mindestens 24 Stunden vor dem Dolmetscheinsatz Kontakt zu uns auf und nennen Sie uns Ort und Zeit des Einsatzes, Name und Adresse der Einrichtung, die Telefonnummer und E-Mail eines Ansprechpartners, und wenn möglich eine Kurzinformation über den Sachverhalt.
Unsere Partner: Caritas Germersheim, Caritas Speyer, Jugendamt Germersheim, Pflegestützpunkte Germersheim
Kontakt
dolmetscherpool@uni-mainz.de, Tel: 0176 732 79 361 (wochentags 15 bis 16 Uhr)