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Inhalt

(entspricht dem zweiten Teil (Studierende/Abschlüsse) des Vorwortes zur Jubiläumsschrift zum 50-jährigen Jubiläum des FASK)

  1. Vorwort [heutiger Stand]
  2. Zahl der Studierenden
  3. Absolventen (Diplom)
  4. Promotionen
  5. Habilitationen

siehe auch:


VORWORT

Karl-Heinz Stoll

In 50 Jahren hat sich aus den bescheidenen Anfängen der Staatlichen Dolmetscherhochschule Germersheim der FASK als die weltweit größte Ausbildungsstätte für Übersetzer und Dolmetscher entwickelt.

Die Gründung der Hochschule erfolgte durch eine am 11.1.1947 erlassene Verfügung des Oberkommandos der französischen Besatzungszone, die am 17.1.1947 im Journal Officiel veröffentlicht und damit rechtskräftig wurde; der eigentliche Geburtstag, nämlich die offizielle Aufnahme des Lehrbetriebs, war der 20.1.1947. Am 10.11.1949 wurde die Institution als selbständiges Auslands- und Dolmetscherinstitut (ADI) der Universität Mainz eingegliedert, seit 1972 ist sie- zunächst als Fachbereich Angewandte Sprachwissenschaft (F.A.S.), seit 1992 als Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft (FASK) - einer der Fachbereiche der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Im ersten Semester zählte der Lehrkörper an der Dolmetscherhochschule 4 Professoren und 17 Dozenten für die 6 Sprachen Französisch, Englisch, Spanisch, Russisch, Italienisch und Portugiesisch. Drei Arten von Abschlußdiplomen waren möglich: ein Übersetzerdiplom, ein Diplom für Handelskorrespondenten sowie ein Dolmetscherdiplom, das nur für die besten Studenten bestimmt ist, welche eines der beiden vorerwähnten Examen bestanden haben und darüber hinaus eine umfassende Allgemeinbildung und gute Kenntnisse der verwaltungs-, wirtschafts- und kulturwissenschaftlichen Fächern (sic) besitzen und die Fremdsprache in Wort und Schrift vollendet beherrschen (Journal Officiel, 542). Die genannten Diplome wurden nur über eine Sprache ausgestellt, eine zweite Fremdsprache konnte durch ein zweites Diplom bescheinigt werden.

Heute bieten 16 Professoren, fast 100 Wissenschaftliche Mitarbeiter und mehr als 50 Lehrbeauftragte den 2300 Studierenden in den achtsemestrigen Studiengängen Diplom-Übersetzer und Diplom-Dolmetscher mit einem Abschluß in jeweils zwei Sprachen die folgenden Fächer an: Deutsch als Fremdsprache, Niederländisch, Britisches und Amerikanisches Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch, Polnisch, Arabisch, Chinesisch und Neugriechisch. (In den meisten Sprachen ist auch der Abschluß Akademisch geprüfter Übersetzer mit einer Examenssprache nach sechs Semestern möglich.) Ergänzungsfächer sind Technik, Wirtschaft, Recht und Medizin. Besondere Schwerpunkte der Arbeit am Fachbereich bilden Sprach- und Kulturwissenschaft sowie Sprachdatenverarbeitung. Sprachkurse gibt es für Dänisch, Finnisch, Isländisch, Japanisch, Kroatisch/Serbisch, Lettisch, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch, Ukrainisch.

Die Lehre wird unterstützt von über 60 Mitarbeitern in Verwaltung, Bibliothek und Technik. Die sprachtechnischen Einrichtungen bestehen aus 3 Dolmetschlehranlagen mit 34 Kabinen, einer Dolmetschanlage im Audimax mit 10 Kabinen, einem Ausbildungs- und einem Übungssprachlabor mit 35 bzw. 20 und einem Videoarbeitsraum mit 10 Arbeitsplätzen. Der Fachbereich verfügt über 110 Computerarbeitsplätze (PCs und Unix-Workstations).

Der gute internationale Ruf der Institution zeigt sich u.a. in einem intensiven Austausch von Dozenten und Studierenden mit über 70 Partnerinstitutionen in aller Welt.

Angesichts des Erreichten sei aber nicht verschwiegen, daß sich der Fachbereich einer Reihe schmerzlicher Lücken bewußt ist: Japanisch ebenso wie die skandinavischen und viele osteuropäische Sprachen fehlen als voll ausgebaute Fächer; die Ergänzungsfächer werden größtenteils nur durch Lehraufträge abgedeckt.

Die Institution war und ist in den dicken Mauern der ehemaligen Seyssel-Kaserne untergebracht; zunächst diente daneben das heutige Rathaus, dessen Bürgersaal als Audimax genutzt wurde, als Hörsaalgebäude. 1966 wurde ein großes neues Gebäude mit Audimax, Hörsälen, Dolmetschanlagen und Seminarräumen bezogen. Dank des steten Engagements von Bürgermeister Jantzer für alle Belange des Fachbereichs errichtete die Stadt Germersheim ein 1977 fertiggestelltes Städtisches Wohnheim mit 200 Plätzen. Die dadurch mögliche Auflösung des bisherigen Wohnheims im Altbau schaffte Raum für den Umzug von Seminarbibliotheken, Instituten und Unterrichtsräumen. In den letzten Jahren führte aber die weiterhin kontinuierliche Zunahme an Studierenden, Dozenten, Fächern, Literatur und technischen Einrichtungen zu einer immer bedrängenderen Raumnot. Die Universität bemüht sich mit tatkräftiger Unterstützung durch Bürgermeister Benno Heiter um einen Ausweg.

Zweiter Teil des Vorworts: Studierenden- und Absolventenzahlen


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Letzte Bearbeitung: 30 Januar 1997
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