Die Internationalisierung des Marktes spiegelt sich in der drastischen Zunahme ausländischer Studierender am FASK.

Die unteren, dunklen Teile der Säulen zeigen die Studierenden aus RUS, F, E, US+GB+CAN+IRL+AUS, dann die 4 aus P. Das einzelne Land mit meisten Studierenden (124) ist PL! Zu den auf Grafik aufgeführten kommen noch 118 Austauschstudierende, also insgesamt über 1000 unserer 2500 Studierenden stammen aus ca. 75 Ländern - vor 15 Jahren gab es gerade mal 200 ausländische Studierende.

Auf den ersten Blick ist dies eine erfreuliche Tendenz, allerdings sind viele wirtschaftlich interessante Regionen wie z.B. Indien mit nur 9, Indonesien mit 1 oder Japan mit 0 Studierenden völlig unterrepräsentiert. Es gibt zu wenige anglophone Muttersprachler angesichts der Tatsache, daß viele deutsche Behörden und Firmen händeringend native speakers suchen. Ganze 2 US-Amerikaner haben m.W. in der 53-jährigen Geschichte des FB das Dolmetscherexamen bestanden.

Den geschilderten Entwicklungen in der Praxis und den Erwartungen der Studierenden konnte die unserer bis letztes Semester gültigen Studienordnung zugrundeliegende Vorstellung von einer einheitlichen Ausbildung nicht mehr gerecht werden. Seit WS ´99/´00 sind neue, modularisierte Prüfungsordnungen in Kraft. Zunächst etwas zur Sprachregelung:

Es heißt jetzt nicht mehr Mutter- bzw. Trägersprache, 1. Fremdsprache (F1), 2. Fremdsprache (F2) und Zusatzsprache, sondern, in Anlehnung an internationale Gepflogenheiten:

A-Sprache muttersprachliche Kompetenz (Grundsprache)

B-Sprache sehr gute aktive und passive fremdsprachliche, kulturelle und translatorische Kompetenz

C-Sprache sehr gute passive fremdsprachliche, kulturelle und translatorische Kompetenz

D-Sprache ausbaufähige passive fremdsprachliche und kulturelle Kompetenz

Ein Modul ist eine Studieneinheit, die aus mehreren thematisch verbundenen Lehrveranstaltungen besteht, die sich normalerweise über mehrere Semester erstrecken.

Modularisierung beinhaltet die Zusammenfassung einzelner Lehrveranstaltungen zu vielfach kombinierbaren Modulen. Dies ermöglicht jeder/m Studierenden, sich im Rahmen eines Studiums von 8 Semestern, ohne Aufbau- uund Zusatzsemester, ein individuelles Menu zusammenzustellen. Dem FASK ermöglicht es, neue Module anzubieten: gerade haben wir Informatik als zusätzliches Ergänzungsfach eingeführt sowie Literatur- und Medienübersetzen als neues Modul mit 10 SWS.

Die 160 SWS des Studiengangs sind aufgeteilt in 22 Module im Umfang von je 4-12 SWS; 12 für die B-Sprache, 7 für die C-Sprache und je 1 für die 2 Wahlpflichtmodule und das Wahlmodul.

Obligatorisch ist weiterhin die aktive und passive Beherrschung der B-Sprache, die passive Beherrschung der C-Sprache und eines der (neuerdings) 5 Ergänzungsfächer Technik, Wirtschaft, Recht, Medizin oder Informatik mit jeweils 1 Modul von 12 SWS.

Das E-Fach wird durch mindestens 2 Module oder 22 SWS Fachtextübersetzen sprachenpaarbezogen ergänzt. Wer diese fachsprachliche Komponente des Studiums weiter vertiefen will, schreibt eine terminonologische Diplomarbeit über Anglizismen in der Immunologie oder die Syntax in fr. und de. Wirtschaftsfachtexten.