Welches sind die Besonderheiten der Linux/KDE-Bedienung?
Die Oberfläche
Ein Linux-Desktop kann zum Beispiel folgendermaßem aussehen:

Die Kontrolleiste

Das K-Menü ist das Startmenü.
Die beiden folgenden Icons wurden in der SuSE-Distribution hinzugefügt.
Das Kontrollzentrum entspricht der Systemsteuerung (wurde in der Abbildung entfernt).
Über das Hilfezentrum erhält man Zugriff auf alle Anleitungen (Rettungsring-Icon).
Der Konqueror verfügt über mehrere Profile: Die wichtigsten sind Dateimanager und Webbrowser.
Nun folgen Icons zum Starten der wichtigsten Programme (kann man selbst anpassen).
Der Mini-Pager dient zum Umschalten auf verschiedene virtuelle Desktops. Man muß sich vorstellen, der Bildschirm wäre viermal so groß (damit mehr Programme nebeneinander passen), man kann aber immer nur ein Viertel sehen. Mit dem Mini-Pager entscheidet man, welches Viertel man sehen will. Es ist allerdings möglich, jedem Viertel ein anderes Hintergrundbild zu geben, damit man sich besser zurechtfindet.
In der Fensterleiste sieht man alle Programme, die man gestartet hat. Wenn vom selben Proramm mehrere Fenster offen sind, wird beim Daraufklicken eine Liste dieser Fenster angezeigt.
Im Systembereich werden Hintergrundprogramme über kleine Symbole zugänglich gemacht, z.B. Herunterfahren, Bildschirm verriegeln, Alarmfunktion des Terminplaners und die Zwischenablage Klipper.
Der Ausblendknopf klappt die Kontrolleiste zur Seite, so dass der gesamte Desktop frei sichtbar ist.

Der Konqueror ist ein Programm mit zwei Gesichtern. Je nach genutzter Funktion startet er mit einer anderen Oberfläche.
Testenkombination Strg-Alt-Escape drücken
der Mauscursor wird zum Totenkopf
mit dem Totenkopf auf das abgestürzte Fenster klicken
wichtig: nicht daneben klicken, sonst killt man die gesamte Oberfläche!
unter Linux funktionieren nur echte Modems (Win-Modems können nicht verwendet werden, weil sie Windows-Code verwenden)
Man arbeitet unter Linux immer unter seinem eigenen Namen und Paßwort und niemals als Administrator („root“).
Es gibt unter Linux drei Zwischenablagen:
die KDE-Zwischenablage funktioniert ganz normal mit Bearbeiten-Kopieren, Bearbeiten-Einfügen bzw. Strg C, Strg V
in der X-Zwischenablage sieht man alles, landet alles, was man mit der Maus markiert. Klickt man nun mit der mittleren Maustaste (oder dem Mausrad) an eine beliebige Stelle, wird der markierte Text dort eingefügt.
der Klipper ist ein Icon neben der Uhr bzw. bei Knoppix im Menü Dienstprogramme, das eine Liste aller Texte liefert, die man in der aktuellen Sitzung in die Zwischenablage kopiert hat (man kann also früher hervorgehobene Textbausteine durch Klicken mit der mittleren Maustaste wieder einfügen).
Bei KDE werden Programme mit einem einfachen Klick gestartet. Ein Doppelklick startet das Programm zweimal!
Diehl, Thomas (2002): KDE 3: Praxisführer zur graphischen Benutzerumgebung für Linux/Unix. Nürnberg: SuSePress
(Bilder S. 139, 171, 254, 382)