Wie funktioniert das Translation Memory OmegaT?



OmegaT ist das erste Translation Memory, das sowohl unter Linux als unter Windows läuft. Es ist kostenlos erhältlich unter http://sourceforge.net/projects/omegat/. Nähere Informationen und ein offizielles Handbuch gibt es auch unter http://www.omegat.org/omegat/omegat.html

Natürlich sind die Funktionen noch nicht so zahlreich wie bei den teuren kommerziellen Translation Memories, aber es funktioniert und ermöglicht es, vom ersten Semester und der ersten Übersetzung an mit einem Translation Memory zu arbeiten, ohne sich in grosse Investitionen zu stürzen und ohne auf eine Windows-Umgebung angewiesen zu sein. Ausserdem ist OmegaT im Vergleich zu anderen Translation Memories sehr leicht zu erlernen, so dass die vollständige Einarbeitung innerhalb einer einzigen Unterrichtsstunde möglich ist, um das Translation Memory-Prinzip zu demonstrieren.

Zu beachten ist, dass der Übersetzungstext als Textdatei (*.txt) oder als OpenOffice.org-Datei (*.sxw) vorliegen muss.



OmegaT starten

Unter Windows:

Start-Programme-Translation Resources- OmegaT

(zu Hause klicken Sie die Datei OmegaT.bat an, oder Sie erstellen eine Verknüpfung (mit der rechten Maus auf den Desktop – Neu – Verknüpfung) und starten OmegaT in Zukunft per Icon).



Unter Linux:

cd verzeichnisname

./OmegaT &

Entweder Sie öffnen eine Konsole (mit dem Muschel-Icon) und tippen die Befehle dort ein – oder Sie erstellen eine Verknüpfung (genau wie oben beschrieben, nur mit einem png-Icon), allerdings zu einer Textdatei, in der diese Befehle stehen. Eventuell müssen Sie mit dem Befehl chmod 755 die Textdatei ausführbar machen.





OmegaT nutzen:

1. Wählen Sie in OmegaT den Menüpunkt File-Create. Es öffnet sich ein Dialogfenster, in dem Sie einstellen können, in welchem Verzeichnis Sie arbeiten möchten. Wählen Sie einen geeigneten Dateinamen für das Verzeichnis, das OmegaT zum Speichern von Ausgangstext, Übersetzung und Translation-Memory-Datenbank erstellen soll. Klicken Sie anschließend auf Speichern. Diese Vorbereitungen sind nur einmal pro Projekt nötig. Ob man seine gesamten Übersetzungen zu einem einzigen Projekt erklärt oder z.B. für jeden Kunden ein eigenes Projekt erstellt, ist jedem selbst überlassen.

2. Es öffnet sich nun ein Dialogfenster, in den Sie die Ausgangs- und Zielsprache einstellen müssen (Sie verwenden dabei diee üblichen Ländercodes, siehe Tabelle). Die anderen Angaben können Sie einfach übernehmen.



Spracheinstellungen


4. Kopieren bzw. speichern Sie den Ausgangstext in das Unterverzeichnis source, das OmegaT automatisch unterhalb des in Schritt 1 angegebenen Verzeichnisses erstellt hat. Es muss sich dabei um eine Textdatei (*.txt) oder eine OpenOffice.org-Datei (*.sxw) handeln.

5. Wählen Sie in OmegaT den Menüpunkt File – Open. Klicken Sie doppelt auf das Verzeichnis, das in Schritt 1 erstellt wurde (erkennbar am OmegaT-Icon). Es öffnet sich ein Fenster mit Informationen zu Dateinamen und Segmenten, das Sie einfach schliessen können, wenn Sie nur eine Datei im Source-Verzeichnis gespeichert haben. Falls mehrere Dateien vorhanden sind, klicken Sie in diesem Fenster diejenige Datei an, die Sie jetzt übersetzen möchten. (Tip: Wenn Sie an dieser Stelle nur eine Fehlermeldung erhalten, dann haben Sie entweder den Ausgangstext im falschen Verzeichnis gespeichert oder Sie haben statt einem Doppelklick auf das Verzeichnis die Schaltfläche Öffnen genutzt).

6. Nun kann man mit der Übersetzung beginnen. Man tippt die Übersetzung ins mittlere Feld rechts und bestätigt mit Return. Daraufhin erscheint der nächste Satz. Ist dieser Satz ähnlich zu einem Satz, den man bereits übersetzt hat, so erscheint der bereits übersetzte Satz automatisch links oben. Unterschiede zum aktuellen Satz sind rot markiert, eine Prozentzahl gibt den ungefähren Grad der Ähnlichkeit an. Mit der Tastenkombination Strg R oder dem Menüpunkt Edit – Recycle Translation kann man den früher übersetzten Satz für die jetzige Übersetzung übernehmen. Allerdings muss man kleine Änderungen von Hand korrigieren. Will man einen Satz überspringen oder zu einem früheren Satz zurückkehren, so wählt man die Menüpunkte Edit – Next Entry (Tastenkombination Strg N) bzw. Edit – Previous Entry (Tastenkombination Strg – P).



Benutzeroberfläche von OmegaT



7. Ganz am Ende wählt man den Menüpunkt File – Compile, um den Zieltext zu erzeugen. Diesen findet man dann im Unterverzeichnis target.



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