Einige wichtige Adressen
siehe auch:
1.1
Vorbemerkungen
1.1.1
Allgemeines
Lynx ist ein textorientierter Browser, der sich daher optisch
von den graphischen Browsern Netscape Navigator und Microsoft Internet Explorer
sehr stark unterscheidet, diesen aber von der Funktionalität her kaum
nachsteht. So unterstützt er außer HTTP auch alle anderen
gängigen Protokolle und den gesamten standardisierten HTML-Befehlsumfang.
Allerdings lassen sich mit Lynx einige proprietäre, aber
zukunftsweisende Erweiterungen, wie z.B. Frames oder einie genaue
Positionierung von Bildern nur eingeschränkt simulieren, oder - wie Java-
und X-Active Skripte sowie Stylesheets - gar nicht ausführen. Daß
Bilder nicht dargestellt werden können, sondern höchstens
abgespeichert, ist angesichts der vielen grafik-überladenen Webseiten und
der oft sehr langsamen Übertragungszeiten eher ein Vorteil .
Die Vorteile von Lynx liegen darin, daß dieser Browser
sich auch über unseren Modemzugang, die Braille-Tastatur (einzige
Möglichkeit für unsere Sehbehinderten!) und jeden älteren
Rechner bedienen läßt, auf dem die neueren, Internet-fähigen
Betriebssysteme Windows 95, NT oder Macintosh OS nicht laufen. Dies kommt
daher, daß der Lynx-Browser selbst auf einem
Unix-Rechner, hier Usun2.fask.uni-mainz.de, läuft und mittelbar über
das Programm NCSA Telnet für DOS (vgl.
Anhang
D1d) bedient wird.
1.1.2
Programmaufruf
Da wie gesagt der Browser selbst auf einem Unix-Rechner läuft, muß
zunächst mittels
NCSA
Telnet für DOS eine Verbindung zum Unix-Rechner aufgebaut werden. Wer
kein eigenes Konto auf der USUN2 besitzt - Antrag kann formlos bei den
Computeranlagen (Manfred Orschel, E-Mail:
orschel@usun2.fask.uni-mainz.de)
gestellt werden - kann sich über ein öffentliches Konto mit den im
folgenden dargestellten Angaben verwenden:
c:>telnet usun2.fask.uni-mainz.de (alternativ: IP-Nummer
134.93.32.57
oder Aufruf vom Menü BIBL)
login: opac
Password: opac99
(Bitte
Kleinschreibung beachten, bei eigenem Konto die entsprechenden Angaben
einsetzen; Zu der Bedienung von NCSA Telnet für DOS bitte
Anhang
D1d, Abschnitt 1 beachten)
Für das dargestellte Konto wird direkt der Browser lynx
aktiviert, bei einem eigenen Benutzerkonto muß dieser durch den Befehl
lynx (ggf. mit Parametern, siehe
Abschnitt
D, Optionen) aufgerufen werden.
1.2
Befehlsübersicht
1.2.1
Lynx-Bildschirm
Der Lynx-Bildschirm erscheint - innerhalb des Telnet-Fensters
- wie folgt:
Das Wappen des Fachbereiches [1]JOGU Mainz,
FB 23 -
Angewandte Sprach- und
Kulturwissenschaft (FASK) in Germersheim am Rhein
Postanschrift: Postfach 11 50, 76711 Germersheim
Hausanschrift: An der Hochschule 2, 76726 Germersheim
Telefon: 07274/508-0 (Zentrale),
Zentrales Fax: -429 (bitte Namen des Empfaengers deutlich angeben)
[2]CIUTI-Logo Mitglied der/Member of the
Confrence internationale permanente d'instituts universitaires de
traducteurs et interpretates
_________________________________________________________________
Dieser WWW-Server wird von den [3]Computeranlagen fuer Forschung und
Lehre und dem [4]Service fuer Behinderte am FASK betrieben und
gewartet.
-- press space for next page --
go to follow a link; Left to go back.
H)elp O)ptions P)rint G)o M)ain screen Q)uit /=search [delete]=history
Erläuterung:
- a) Hauptfenster
Hier befindet sich die eigentliche Information, also der Text des
gerade geladenen Dokumentes (sog. Seiten, oder Web-Pages). Bilder werden durch
die Bezeichnung [Image] und ggf. eine kurze Beschreibung
dargestellt.
Wichtig:
Der hervorgehobene und unterstrichene Text
kennzeichnet die aktivierbaren Verweise zu anderen Dokumenten.
Die
Adresse desjenigen Verweises, über dem der Mauszeiger sich gerade
befindet, wird in der unteren Statuszeile im linken Teil angezeigt.
- b) Menüzeile
enthält im Beginner-Modus "Novice" die wichtigsten Befehle. Im
Expertenmodus ("Advanced") wird hier stattdessen die aktuelle URL angezeigt
1.2.2
Befehle
zum Blättern
Zu den wichtigsten Befehlen zum Arbeiten mit Lynx gehören
sicherlich die Funktionen zum Bewegen (Navigieren) im Dokument, da mit der Maus
nicht gearbeitet werden kann.
Diese Funktionen sind zum Teil auf die Pfeiltasten, zum Teil auf Steuerbefehle
(Strg + Buchstabe) gelegt und zwar wie folgt:
Pfeiltasten Steuerbefehle
+------------+ +----------+--------+
| WÄHLE | | ANFANG | Seite |
| vorh. /|\| | vom Text | HOCH |
| Verweis | | | Strg+A | Strg+B |
+---------+------------+------------+ +----------+--------+
| BACK | WÄHLE | ANZEIGEN | | ENDE | Seite |
|<-vorh. | nächsten | | ausgew.-> | | vom Text | RUNTER |
| Dok. | Verweis \|/| Verweis | | Strg+E |Strg+F |
+---------+------------+------------+ +----------+--------+
(weitere
Tastenbelegungen können mit k (=key mapping) angezeigt werden)
Alternative und zusätzliche Befehle zum Blättern sind:
- + oder Leertaste
eine Bildschirmseite weiter blättern
- - oder b
eine Bildschirmseite zurück blättern
- g
g)o, gehe zur nachfolgend eingegebenen URL oder lokalen (auf dem
Unix-Rechner!) Datei
ein großes G ermöglicht die URL des
aktuellen Dokumentes zu editieren
- Strg+N bzw. Strg+P
springt zwei Zeilen im Dokument weiter (Next) bzw. zurück
(Previous)
- ) bzw. (
springt eine halbe Bildschirmseite im Dokument weiter bzw.
zurück
Standardmäßig ist unter Lynx die Option "Keypad as
numbered links" eingestellt, so daß die Verweise in einem Dokument
durchnumeriert werden und direkt über diese Nummer aufgerufen werden
können - auch ohne die entsprechende Bildschirmseite erst
aufzublättern. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn häufig die
gleichen Seiten besucht werden und die entsprechenden Nummern der Verweise so
bekannt sind.
1.2.3
Weitere
Funktionen
Achtung: Da es sich um ein Unix-Programm handelt, kommt es auch bei den
Tastenbefehlen zum großen Teil auf die dargestellte Groß- bzw.
Kleinschreibung an!
Für alle Optionen, in den ein Dateiname oder eine Mail-Adresse angegeben
werden müssen, wird die letzte Eingabe in einem speziellen Puffer
gehalten, so daß diese Angaben später in der Sitzung mit dem Auf-
bzw. Abwärtspfeil abgerufen werden können.
Funktion/Taste Erläuterung
- ?
englische Online-Hilfe (entspricht den sog. man-pages)
- q
Verlassen von Lynx mit Rückfrage (mit yes
oder no antworten!), beim Benutzer Lynx damit auch Abbruch der
Telnet-Verbindung.
Q bzw. Ctrl-D beenden Lynx ohne
Rückfrage
- Strg+R
- Lädt das dargestellte Dokument neu,
Strg+L löscht den
Bildschirm und stellt es lediglich nochmal dar (Refresh),
x oder X
lädt das Dokument ganz neu und unterdrückt Kopien aus dem Cache
- /<Ausdruck>, s<Ausdruck>
Sucht nach allen Vorkommnissen von <Ausdruck>, wie in den
Optionen
festgelegt
- n
- wiederholt die vorherige Suche n-mal (n=ganze Zahl)
- p
- gibt das Dokument in der dargestellten Form aus (print) und zwar
mit folgenden Optionen:
- m)ail (hier kann die eigene E-Mail-Adresse
angegeben werden
-s)ave to disk (nicht beim Benutzer LYNX)
-p)rint to
local printer (bezieht sich auf an den Unix-Rechner angeschlossene
Drucker)
- a
Hinzufügen und verwalten von
Lesezeichen,
vgl. Abschnitt C
- Lösch. bzw. Entf-Taste
- zeigt Liste bereits besuchter Dokumente an (sog.
History-Funktion,
vgl. Abschnitt C)
- c
- schickt einen Kommentar (commentary) direkt an die für den Ersteller
der Webseite angegebene Mail-Adresse, den sog. Eigentümer des Dokumentes)
- backslash
zeigt den Source-Code des HTML-Dokumentes an
- d
Herunterladen des Dokumentes mit Quellcode, also ohne Veränderung
und mit allen HTML-Befehlen
- c bzw. e bzw. r
Anlegen (create) bzw. Editieren (edit) bzw. Entfernen (remove) einer
Datei
1.3
Seitenverwaltung
1.3.1
Lesezeichen
Lesezeichen dienen der Verwaltung der aus persönlicher
Sicht wichtigsten und interessantesten Web-Seiten, da sie jederzeit direkt den
erneuten Zugriff auf vorher abgespeicherte Seiten ermöglichen.
Durch die Möglichkeit, bis zu 26 Dateien mit Lesezeichen gleichzeitig zu
verwalten, lassen sich auch mit Lynx größere Mengen
relativ übersichtlich verwalten, da so die Lesezeichen zumindest etwas
strukturierter abgelegt werden können.
Die Ergänzung und Bearbeitung von Lesezeichen ist allerdings mit dem
öffentlichen Benutzerkonto LYNX nicht möglich.
Lesezeichen lassen sich mit dem Befehl a speichern, der zunächst folgene
Abfrage aktiviert:
Save D)ocument or L)ink to bookmark file or C)ancel? (d,l,c):
d.h. soll das aktuell dargestellte Dokument oder der gerade ausgewählte
Verweis als Lesezeichen gespeichert werden.
Die bereits gespeicherten Lesezeichen (auch vorheriger Sitzungen, falls die
Datei abgespeichert wurde) können mit v (für view) abgerufen werden.
Wenn die Funktion Multi-Bookmarks
- abgeschaltet ist (OFF), dann wird immer die Standard-Bookmarks-Datei
aktiviert,
- auf STANDARD steht, dann wird ein Auswahlmenü von bis zu 26
Lesezeichendateien angezeigt (nämlich alle bisher definierten), aus der
anhand eines als Numerierung vergebenen Buchstabens die gewünschte Datei
ausgewählt werden kann,
- auf ADVANCED steht, dann kann über den zugeordneten Buchstaben direkt
die gewünschte Datei aufgerufen oder mit "=" zunächst wieder das
Auswahlmenü aktiviert werden.
1.3.2
Andere
Funktionen
Weitere Funktionen in Ergänzung zu den Lesezeichen sind:
- Jump (aktiviert mit j) ermöglicht auf Seiten mit
vorher definierten Kürzeln zuzugreifen. Mit "?" wird eine Liste aller
bereits definierter Kürzel angezeigt. Im Unterschied zu den Lesezeichen
kann diese Liste systemweit angelegt und verwaltet werden, während
Lesezeichen in jedem Benutzerkonto abgelegt werden.
- Die History -Seite ist eine automatisch angelegte Liste
aller in der aktuellen Sitzung besuchten Seiten, die jederzeit über die
Backspace-Taste (über der RETURN-Taste) aufgerufen werden kann.
- Die Seite "Visited Links" (aktiviert mit großem V)
enthält entsprechend alle in der laufenden Sitzung besuchten
Verweise.
1.4
Individuelle
Standardeinstellungen
Die Standardeinstellungen lassen sich NUR mit einem eigenen Benutzerkonto
anpassen bzw. abspeichern, da hierzu eine enstprechende Systemdatei
(.lynxrc) abgelegt wird.
Folgende Optionen können über das Menü geändert werden
(Zeilennummerierung ergänzt):
Options Menu
1 E)ditor : vi
2 D)ISPLAY variable : DISPLAY
3 mu(L)ti-bookmarks: OFF B)ookmark file: lynx_bookmarks.html
4 F)TP sort criteria : By Filename
5 P)ersonal mail address : info@nfask2.fask.uni-mainz.de
6 S)earching type : CASE INSENSITIVE
7 display (C)haracter set : ISO Latin 1
8 raw 8-bit or CJK m(O)de : ON
9 preferred document lan(G)uage: de
10 preferred document c(H)arset : NONE
11 V)I keys: OFF e(M)acs keys: OFF sho(W) dot files: OFF
12 popups for selec(T) fields : ON
13 K)eypad mode : Numbers act as numbered links
14 li(N)e edit style : Default Binding
15 l(I)st directory style : Mixed style
16 U)ser mode : Novice
17 user (A)gent : [User-Agent header]
18 local e(X)ecution links : FOR LOCAL FILES ONLY
Alle Optionen können geändert werden, indem der eingeklammerte
Buchstabe gedrückt wird. Damit wird ein Zeileneditor geladen, indem dann
der gewünschte Wert eingetragen werden kann. Mit Strg+U kann die ganze
Zeile gelöscht werden und mit RETURN wird diese Eingabe beendet. Bei
Optionen, wo aus einer vorgegebenen Liste ausgewählt werden muß,
können die Optionen mit einer beliebigen Taste durchlaufen werden.
Mit r (return) bzw. > (speichern und zurückkehren) kann man das
Optionsmenü wieder verlassen.
Unter diesen Einstellungen können v.a. folgende je nach Bedarf
geändert werden:
- mu(L)Ti-bookmarks bzw. Bookmark file: vgl. Abschnitt E,
Seitenverwaltung
- P)ersonal mail address: immer komplette E-Mail eintragen
(wird dann bei entsprechenden Abfragen angeboten)
- Optionen 7-10 betreffen unterschiedliche Zeichensätze, etwa die
korrekte Darstellung von osteuropäischen oder chinesischen Zeichen. Dies
ist allerdings mit dem hier verwendeten Telnet-Programm sehr schwierig, da auch
dort der entsprechende Zeichensatz eingestellt werden muß - und im Moment
funktionieren noch nicht einmal deutsche Umlaute korrekt!).
- K)eypad mode läßt sich alternativ auch so einstellen, daß
der Zahlenblock als Pfeile bzw. Navigationsfunktionen dienen kann.
- Besonders wichtig ist es, den U)ser mode ggf. an die eigenen
Bedürfnisse anzupassen und zwar als
- Novice (Beginner): zwei Hilfszeilen, wie oben dargestellt
- Intermediate (Mittel): keine Anzeige, alle 25 Textzeilen stehen für
die Darstellung des Dokumentes zur Verfügung
- Advanced (Fortgeschritten): die URL des aktuellen Dokumentes wird
angezeigt.
Weitere Einstellungen lassen in einer eigenen
Konfigurationsdatei lynx.cfg ändern, die dann aber als
Parameter beim Start von lynx (in der Form lynx
[options] startfile) mit angegeben werden muß. Solche Parameter
(options) sind:
- -cfg Dateiname
z.B. lynx.cfg, hier kann z.B. die Verwendung des
Proxy-Servers in Mainz (www-cache.uni-mainz.de:8080 ein- oder
ausgeschaltet werden (Standardmäßig aus, um auch Zugriff auf
Nicht-Proxy-fähige Seiten, wie die Datenbank FIRST zu ermöglichen).
- -book
verwendet die voreingestellte Lesezeichendatei als Startdatei
- -crawl -traversal
speichert die aufgerufenen Seite und alle damit über Verweise
verknüpften Seiten automatisch als Dateien
- -show-cursor
Positioniert den Cursor vor dem ausgewählten Verweis, anstatt ihn
rechts oben zu verstecken (wichtig für Braille-zeile?)
1.5
Lesen
von News mit Lynx
News, also Beiträge zu
Newsgroups
im sogenannten Usenet, können direkt mit
Lynx gelesen und - sofern ein persönliches Konto verwendet
wird - auch beantwortet werden (Zur Auswahl von Newsgroups vgl. die
entsprechende Form der URL:
news:<kategorie.name.untername>, wie in
Kapitel
1.4 (URL) bzw.
Kapitel
2.3 (Verteilte Informationssysteme) beschrieben.
In Lynx werden als Hilfe zusätzlich zu der News-Nachricht
Verweise mit folgenden Beschreibungen eingeblendet:
- Reply to user@host :
Entspricht einem mailto:-Verweis, d.h. die
entsprechende Mailadresse wird vorgegeben und auch der Text der News-Nachricht
kann - wie bei allen Mail-Programmen - mit angezeigt und editiert werden. Der
Editor zum Schreiben der Nachricht ist allerdings sehr
gewöhnungsbedürftig.
- Followup to newsgroup(s):
Sendet eine Antwort nicht an den
Absender der ursprünglichen Nachricht, sondern an die gesamte
Newsgroup.
Erweiterte Funktionen zum Lesen und Verwaltung von News
stehen unter Unix mit dem speziellen Newsreader Tin zur
Verfügung.
Eine ausführliche Dokumenation dazu ist mit dem Befehl
man tin
verfügbar.

Die URL-Adresse dieser
Seite ist:
http://www.fask.uni-mainz.de/cafl/kurse/komm/komm-b1.html
Letzte Bearbeitung:
Erstellt und bearbeitet von F. Krüger im Rahmen der
Vorlesung
Telekommunikation.