Der erste Schritt bei dem Arbeiten mit PM6 besteht in der Einrichtung
einer Satzdatei. Dazu können verschiedene (schon vorhandene oder selbst
erstellte) Mustervorlagen verwendet werden oder es wird eine vollständig
neue Satzdatei eingerichtet.
Eine Satzdatei enthält das Layout für die verschiedenen Seiten
(bis zu 16, mehrere Satzdateien können verknüpft werden), in das die
einzelne Elemente, ob Textblöcke oder Grafiken, eingefügt werden.
Dabei lassen sich allgemeine Einstellungen für die gesamte Satzdatei
(einschl. der als "Hintergrund" fungierenden Standardseiten) und individuelle
Einstellungen der einzelnen Seiten unterscheiden.
Das Dialogfeld Seite einrichten im Menü
Datei (im folgenden kurz: Datei/Seite
einrichten) bieten die in dargestellten Optionen:
Dabei ist besonders auf folgende Optionen hinzuweisen:
Die Bezeichnungen unter der Option Stegbreite ändern
sich bei der Wahl der Option Zweiseitig von
Links bzw. Rechts auf Bund
(innen) bzw. Außen.
Reindrucker und Reindruckerauflösung
sind Optionen, die das Dokument optimal an die Eigenschaften und
Fähigkeiten des engültigen Ausgabegerätes anpassen (z.B. in der
berechneten Auflösung von Pixel-Grafiken.
*
Seitenlayout
Aus den in gewählten Optionen ergibt sich in etwa der in dargestellte
Grundbildschirm in der Layoutansicht mit folgenden Funktionen zum
Seitenlayout:
Die Lineale (horizontal und vertikal), deren Einteilung
sich in der bevorzugten Einheit (hier: mm) mit dem Menü
Datei/Vorgaben wählen einstellen lassen. Der Nullpunkt
läßt sich mit dem links stehenden Symbol auf eine beliebige Stelle
innerhalb der Layoutfläche einstellen.
Die Standardseiten (L und R), die als eine Art
Hintergrundfläche Kopf- und Fußzeilen mit Seitenzahlen und
Kapitelüberschriften, aber auch Wasserzeichen oder Formatierungshilfen
aufnehmen können. Daneben läßt sich jede einzelne Seite durch
die entsprechende Nummer aufrufen (Menü Layout, Seite
anzeigen, Taste Alt+#). Die ausgewählte Seite (aktuell oder
Standardvorgabe) wird durch eines der folgenden Symbole dargestellt:
Nichtdruckende, farbige Hilfslinien dienen zur exakten, einheitlichen
Positionierung von Text- und Grafikelementen auf allen Seiten (soweit
gewünscht). Sie unterscheiden sich nach:
Steghilfslinien werden mit der Seiteneinrichtung
festgelegt und entsprechen den dort eingestellten Rändern. Senkrechte
Linien werden blaue, waagerechte Linien rot gepunktet dargestellt.
Linealhilfslinien können aus dem horizontalen bzw.
vertikalen Lineal herausgezogen werden und sind türkis dargestellt.
Spaltenhilfslinien werden über das Menü
Layout/Spaltenhilfslinien eingerichtet, wobei der Spaltenabstand auch als Steg
bezeichnet wird. Die Farbe ist blau, wie bei den Steghilfslinien.
2. Positionieren von Elementen
* Positionieren von
Text
und Textblöcken
Text läßt sich entweder in dem sog. Layoutmodus
oder in einer eigenen Textansicht, dem Textmodus, darstellen.
Während in dem Textmodus ein gesamter Textabschnitt
(z.B. ein Artikel in einer Zeitschrift) fortlaufend, d.h. nach dem
Papyrusrollenprinzip der Textverarbeitung dargestellt wird, erfolgt die
Darstellung in dem Layoutmodus innerhalb sog. Textblöcke, die aber erst
zugewiesen und positioniert werden müssen.
Für die schnelle Anwahl von Text steht die sog. Textfunktion in dem
Funktionsfenster mit dem oben dargestellten T-Symbol zur
Verfügung.
Text läßt sich in PM6
folgendermaßen einfügen:
Neuen Text einfügen
Im Textmodus mit der Funktion Textabschnitt/Neuer
Textabschnitt
Im Layoutmodus mit dem Symbol der Textfunktionen oder durch
Auswahl von Bearbeiten/Textmodus OHNE vorher eine
Einfügemarke zu setzen.
Text - auch aus anderen Dateiformaten- importieren:
Im Text- und Layoutmodus mit der Funktion
Datei/Positonieren
Vorhandenen Text ergänzen bzw. bearbeiten:
Im Layoutmodus (dorthin muß man auch vom Textmodus
zuerst wechseln) mit der Textfunktion eine Einfügemarke in den
entsprechenden Textblock setzen.
Zur Bearbeitung von Textblöcken als Ganzes, d.h. ihrer Größe,
Position und Verknüpfung, stehen sog. Textblockanfasser
zur Verfügung und zwar:
Ein leerer Anfasser kennzeichnet den Anfang bzw. das Ende eines
Textabschnittes
Ein Pluszeichen (+) in einem Anfasser kennzeichnet die Verbindung eines
Textblockes mit einem anderen, der Text des gleichen Textabschnittes
enthält
Ein schwarzer Pfeil in einem Anfasser weist darauf hin, daß mehr
Text vorhanden ist, als in den vorhandenen Textblöcken positioniert wurde
und damit sichtbar ist.
Bei der Positionierung von Text im Layoutmodus kann außerdem ein
Textabschnitt auf mehrere Textblöcke aufgeteilt werden. Für den dabei
erfolgenden sog. Textanschluß, d.h. die Fortsetzung von Text von einem
Textblock in den nächsten stehen folgende Möglichkeiten zur
Verfügung:
Automatischer Textanschluß (Menü
Layout/Autom. Textanschluß) übernimmt die Positionierung
z.B. von besonders viel Text vollautomatisch, füllt jede Spalte bis zum
unteren Rand und fügt ggf. weitere Seiten hinzu.
Manueller Textanschluß erlaubt eine manuelle
Korrektur der Positionierung des Textes, indem jedesmal an die Stelle geklickt
werden muß, an der der Textblock beginnen soll und dann die
Größe mit Hilfe der Textblockanfasser festgelegt wird.
Halbautomatischer Textanschluß ist eine Misdform,
die sich durch die gedrückte Umschalttaste abrufen läßt und das
Textsymbol nach jeder Positionierung wieder automatisch lädt.
* Positionieren von
Grafiken
Die Vorgehensweise beim Importieren und positonieren von Grafiken entspricht in
etwa der oben bei den Textblöcken beschriebenen Techniken.
Bei Grafiken stehen folgende grundsätzlichen Arten zur Verfügung:
Bitmaps (hier Bitmuster genannt), wie z.B. die
Formate
BMP, PCX, TIFF, GIF und MacPaint/PICT für eingescannte Bilder,
Strichgrafiken, aber auch Fotos aller Art,
objektorientierte Vektorgrafiken (hier
Formelementegrafiken genannt), wie WMF, EPS oder das Macintosh
PICT-Format
Für jede Grafikformat stehen - je nach dem Umfeld
(unten in Klammern genannt) der einzufügenden Grafik - folgende Optionen
zur Verfügung:
Als unabhängige Grafik (im Layoutmodus immer) :
Positioniert die Grafik unabhängig von etwaigen benachbarten
Textblöcken an der Stelle, an der mit dem Cursor geklickt
wird. Anwendung: z.B. bei größeren Schaubildern, Grafiken
etc., die unabhängig vom Begleittext sind.
Als eingebundene Grafik (wenn ein Textblock markiert ist
bzw. automatisch im Textmodus): Gliedert die Grafik an der aktuellen
Einfügemarke in den Text ein. Wird der Text verschoben oder
verändert, bewegt sich die Grafik mit. Anwendung: Einbinden
einer Grafik in einen Textblock mit einer zugehörigen längeren
Erläuterung, wobei dieser Textblock wiederum unabhängig vom
eigentlichen Haupttext ist.
Ganze Grafik ersetzen: Sonderfunktion, wenn eine
unabhängige Grafik markiert ist, deren Veränderungen (sog.
Verwandlungen)
wie Rotation, Neigen etc. erhalten bleiben sollen.