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1.5 URL, Browser, Web-Server & Co.

 

Was ist eigentlich...     

... ein URL?     ... ein Browser?     ... ein Web-Server?     ... ein Internet-Provider?


Der URL  Seitenanfang

Jedes Dokument im World Wide Web hat einen eigenen individuellen Namen, also eine Art Adresse (locator). Mit dieser werden alle Informationen (resource), die das WWW bereit hält, eindeutig benannt und können somit direkt, also ohne Umwege, abgerufen werden. Diese Adresse bezeichnet man als den Uniform Resource Locator, kurz URL. Ein URL besteht aus drei Teilen: der Bezeichnung des Dienstes, bzw. des Protokolls, wie z.B. ftp, gopher, http etc., dem Namen des Rechners, auf dem das Dokument liegt, und dem Pfad- oder Verzeichnisnamen. Die vereinfachte Struktur sieht also so aus: protokoll://rechner-adresse/verzeichnisname

 
Ein Beispiel für einen URL ist folgende Adresse:
                                 http://www.fask.uni-mainz.de/inst/iaspk/iaspk.html
Im Beispiel steht http für den Dienst Hypertext, www.fask.uni-mainz.de ist der Name des Rechners und /inst/iaspk/iaspk.html ist der Pfad- und Verzeichnisname des angeforderten Dokuments.
Weitere Infos zum URL gibt es unter W3.org.

 

Der Browser  Seitenanfang

Der Browser, auch WWW-Client oder einfach nur Client genannt, ist ein Computerprogramm, Zusammenspiel von Browser und Web-Servermit dessen Hilfe der Anwender auf die weltweiten multimedialen Datenbestände des World Wide Webs zugreifen kann. Man nutzt den Browser also zum Betrachten von Webseiten. In Verbindung mit dem Web-Server funktioniert er auf der Basis des Client-Server-Modells (Nachfrager und Anbieter). Dabei kommunizieren beide über das Hypertext Transmission Protokoll (HTTP). Dies geschieht folgendermaßen: Sobald der Anwender ein URL eingibt oder einen Hyperlink anklickt, erstellt der Browser eine Verbindung zu einem Web-Server her, auf dem das angeforderte Dokument liegt. Dann übernimmt der Browser die Darstellung des angeforderten Dokuments auf dem Bildschirm. Dabei löst er den Quellcode einer Webseite auf und visualisiert ihn so, dass die Elemente in einer optisch gut erkennbaren Form dargestellt werden. Das Ergebnis dieser Visualisierung ist dann die Webseite, die der Anwender durch Eingabe der URL aufgefordert hat.

Der Browser Opera

Der erste Web-Browser war NCSA Mosaic, der jedoch mittlerweile von neueren Browsern abgelöst wurde. Jedoch ist er noch heute Grundlage vom Microsoft Internet Explorer und vom Netscape Navigator. Alle Browser basieren auf dem Prinzip "point-and-click", d.h. mit der Maus draufzeigen und anklicken. Diese sehr einfache Anwendung des Browsers trug zum Erfolg des World Wide Webs bei. Denn zum ersten Mal brauchte man, um als Anwender das Internet nutzen zu können, keine Computerkenntnisse, die über das Basiswissen hinausgehen.

Der Browser Netscape CommunicatorDer Browser Microsoft Internet ExplorerDer Browser Konqueror

Man unterscheidet zwischen zwei unterschiedlichen Browsertypen, den textorientierten auf der einen und den fensterorientierten auf der anderen Seite. Das typische an textorientierten Browsern, wie Lynx, ist, dass Bilder, Töne, Frames und andere Applikationen nicht abgerufen werden können. Dadurch erreichen solche Browser eine sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeit erreichen, weil diese meist überflüssigen multimedialen Anwendungen nicht geladen werden. Textorientierte Browser sind besonders bedeutend für Blinde. Nur mit einer solchen Anwendung können auch sie die Vielfalt des World Wide Webs für sich nutzen. Mehr dazu hier. Fensterorientierte Browser hingegen stellen alle Elemente des Dokuments graphisch in Fenstern dar. Dieser Browsertyp ist verbreiterter. Beispiele dafür sind Netscape Navigator, Microsoft Explorer, Opera, Mozilla, Konqueror, etc.

Der Browser Mozilla

Hier findet man ein Link-Verzeichnis der verschiedenen Web-Browsern von SELFHTML.

 

Der Web-Server   Seitenanfang

Der Web-Server ist ein Rechner, auf dem die Dokumente des World Wide Webs gespeichert und verwaltet werden. Fordert ein Browser ein solches Dokument an, versendet es der Web-Server. Die drei bekanntesten Server sind der Apache Web Server, der Microsoft Windows 2000 Server und der Java Web Server.
Mehr Informationen zu Web-Servern und Browsern gibt es bei HowStuffWorks.

 

Der Internet-Provider  Seitenanfang

Ein Internet-Provider (dt. Internetanbieter) ist eine Firma, die ihren Kunden gegen eine Gebühr den Zugang zum Internet ermöglicht.
Man unterscheidet grundlegend zwischen drei verschiedenen Providerarten:

Call-by-Call, Internet-by-Call oder Internet-on-Demand
Internetanbieter, die ihren Kunden Internet-by-Call anbieten, stellen den Internetzugang vertragsunabhänging bereit. Dabei fallen keine Grundgebühren an und die Abrechnung, die auf der Telefonrechnung zu finden ist, erfolgt meist im Minutentakt. Manche Anbieter erheben eine Einwahlgebühr. Mittlerweile gibt es auf dem Markt eine Vielzahl solcher Anbieter, da sie bei den Kunden sehr beliebt sind.

Online-Dienste oder Content-Anbieter
Hierbei handelt es sich um sogenannte Vertragsanbieter, d.h. sie stellen den Internetzugang bereit, allerdings ist der Kunde vertragsgebunden (Kündigungsfrist). Zusätzlich bieten solche Anbieter, wie AOL und T-Online, neben dem Zugang noch andere Service-Leistungen und Dienste an.

Internet-Provider
Diese Anbieter liefern neben dem vertragsgebundenen Internetzugang keine weiteren Leistungen.

Die Gebühr, die man am Ende jedes Monats an den Internetanbieter entrichten muss, setzt sich entweder aus der Nutzungsdauer oder der übertragenen Datenmenge zusammen. Daher werden Pauschaltarife, sogenannte Flatrates, immer interessanter für die Internetnutzer. Unabhängig von Nutzungsdauer oder Datenmenge zahlt man einen monatlichen Festbetrag. Besonders Übersetzer, die von zu Hause arbeiten, sollten einen solchen Zugang in Betracht ziehen.


    eine Seite zurück    zur Inhaltsübersicht  ein Kapitel vor  eine Seite vor         Erstellt von Simone Fabian, Kristina Laub & Claudia dos Reis Santos, letzte Änderung im Oktober 2002.