Am besten, man erstellt zunächst ein eigenes Verzeichnis. Dazu startet man den Konqueror Konqueror-Iconund klickt in seinem Home-Verzeichnis mit der rechten Maustaste ins Leere. Im jetzt erscheinenden Kontextmenü wählt man die Menüpunkte Neu erstellen - Verzeichnis. Nun muss man nur noch einen Namen für das Verzeichnis eingeben.



Nun lädt man (ebenfalls mit dem Konqueror) die Überstzungstexte herunter von ftp://ftp.kde.org/pub/kde/snapshots/kde-i18n/ (Auf Festplatte speichern). Sie sind alle in einer Datei zusammengepackt und müssen erst ausgepackt werden. Hierzu klickt man im Konqueror mit der rechten Maus darauf und wählt Öffnen mit - Ark.



rechte Maus - öffnen mit - Ark




In Ark selbst wählt man den Menüpunkt Aktion - Entpacken. Es erscheint ein Dialogfeld, in dem man auf Durchsuchen klicken und auswählen muss, wo man die Datei hinspeichern möchte. Wählen Sie hier das soeben erstellte Verzeichnis.





Aktion - Entpacken




Jetzt startet man das Übersetzungstool KBabel mit K - Entwicklung - kleine Werkzeuge - KBabel (SuSE) bzw. K - Entwicklung - KBabel (Knoppix. Achtung unter Knoppix scheint KBabel beim Start zu hängen. Man muss aber nur das nicht lesbare Dialogfeld hinter dem Start-Fisch-Bild schließen, indem man das kleine Kreuz anklickt, dann funktioniert alles normal). Man muss nun in den Einstellungen mindestens seinen Namen und seine E-Mail-Adresse eintragen. Profis nehmen hier weitere Einstellungen vor.



Der nächste Schritt ist zu schauen, welche Dateien noch zu übersetzen / bearbeiten sind. Dazu dient der Katalogmanager, den man aus KBabel mit dem Menüpunkt Extras - Katalogmanager starten kann.



Extras - Katalogmanager


Beim ersten Mal erhält man diese Meldung:

kein gültiges Basisverzeichnis


Die Einstellungen findet man in Einstellungen - KBabel-Katalogmanager einrichten. (Version 0.9.6) bzw. indem man unten auf die Schaltfläche Einstellungen klickt (Version 0.9.5. Knoppix). Dort trägt man das richtige Basisverzeichnis für PO-Dateien ein. Es ist dasselbe Verzeichnis, das man beim Entpacken in Ark gewählt hat.



Einstellungen - KBabel-Katalogmanager einrichten




Im Katalogmanager kann man schauen, welche Dateien noch gar nicht übersetzt sind (Kreuz) und welche noch einmal überarbeitet werden müssen (Ausrufezeichen). Um die einzelnen Dateien zu sehen, muss man die Verzeichnisse aufklappen, indem man auf das Plus-Zeichen neben den Verzeichnis-Symbolen klickt. Die zu übersetzenden PO-Dateien befinden sich im Unterverzeichnis messages!!!



Katalogmanager




Wenn man sich eine Datei herausgesucht hat, schließt man den Katalogmanager und öffnet die Datei in KBabel. Interessant ist, dass man gleich beim Öffnen erkennen kann, wie gross der Anteil nicht übersetzter (rot), fraglicher (blau) und fertig übersetzter (grün) Übersetzungseinheiten ist.

nicht übersetzte, fragliche und übersetzte Übersetzungeinheiten





Jetzt beginnt die Arbeit in KBabel selbst:

KBabel Oberfläche, Icon für nächster fraglicher oder nicht übersetzter Eintrag


Man erkennt die viergeteilte Oberfläche von KBabel.



Links oben:

die ausgangssprachliche Übersetzungseinheit

Links unten:

die zielsprachliche Übersetzungseinheit

Rechts oben:

ein Kommentar, den der Programmierer als Hilfe für den Übersetzer eingefügt hat; meistens steht dort allerdings nur der Dateiname der Quellcode-Datei (cpp=C++) und die zugehörige Programmierzeile.

Rechts unten:

Mit dem Reiter Kontext sieht man die Übersetzungseinheiten vor und nach der aktuellen Einheit. Etwas verwirrend: Den Eintrag, den man gerade bearbeiten möchte, sieht man nicht! An seiner Stelle steht "Aktueller Eintrag". Die #-Zeichen im Kontextfeld kennzeichnen Kommentare zu den vorhergehenden und folgenden Einträgen.



Ganz unten sieht man, wieviele Übesetzungseinheiten insgesamt vorhanden sind und wieviele davon nicht übersetzt bzw. fraglich sind.

Man kann nun von Eintrag zu Eintrag das Dokument durchgehen, indem man den Menüpunkt "Go-Next" wählt (oder die Taste "Page Down" oder das Icon "Next". Icon für nächster Eintrag). Oder man springt direkt zu den Einträgen, die noch bearbeitet werden müssen. Hierfür dient das Icon: zum nächsten zu bearbeitenden springen. In Knoppix fehlen diese Icons zunächst, man kann sie aber mit dem Menüpunkt Einstellungen - Navigationsleiste anzeigen einblenden.



Mit der folgenden Grafik kann man sich den Übersetzungsvorgang nocheinmal vergegenwärtigen. Rechts sieht man KBabel. Links oben sieht man die Software, die man gerade übersetzt, in diesem Fall KPaint. Aufgerufen ist der Menüpunkt, den man gerade dabei ist, mit KBabel zu übersetzen. Vergleichen Sie das Dialogfeld von KPaint mit dem Kommentarfeld von KBabel! Das Starten der Originalsoftware kann manchmal helfen, sich eine genauere Vorstellung zu machen, was und wo man gerade übersetzt. Rechts unten sieht man die PO-Datei, geöffnet im ganz normalen Editor. Blau markiert ist der aktuelle Eintrag, den man gerade in KBabel übersetzt. Man erkennt, dass KBabel den msgid-Eintrag im linken oberen Fenster anzeigt (ausgangssprachliche Übersetzungseinheit, Originaltext), den msgstr-Eintrag im linken unteren Fenster (zielsprachlich Übersetzungseinheit, Übersetzung). Der in KBabel rechts oben angezeigte Kommentar stammt aus der ersten Zeile der Einträge in der PO-Datei. Er wird in der PO-Datei durch das Zeichen # gekennzeichnet.



links oben Originalsoftware, rechts KBabel, links unten PO-Datei




Der Reiter „Suche“ in KBabel funktioniert erst, wenn man folgende Einstellung in KBabel gemacht hat. Einstellungen-Wörterbuch einrichten - Übersetzungsdatenbank. Man klickt dort auf den Reiter Datenbank und dann auf Verzeichnis samt Unterverzeichnissen einlesen. (In Knoppix werden sie an dieser Stelle gefragt, ob Sie das Datenbankverzeichnis erstellen möchten. Beantworten Sie dies einfach mit Ja). Es erscheint nun ein Dialogfeld, in dem man das Verzeichnis auswählt, in das man die Übersetzungen ganz am Anfang nach dem Herunterladen hingespeichert hat. Es dauert eine Weile, bis alles eingelesen ist. Wenn der Gesamte Fortschritt bei 100% angelangt ist, schliessen Sie das Dialogfeld mit OK.



Datenbank - Verzeichnis samt Unterverzeichnissen einlesen




Jetzt kann man die Suchfunktion nutzen. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste an eine beliebige Stelle. Und wählt entweder Text suchen - Übersetzungsdatenbank oder markierten Text suchen - Übersetzungsdatenbank. Im ersten Fall wird nach allen Wörtern gesucht, die in der aktuell angezeigten Übersetzungseinheit vorkommen, im zweiten Fall muss man ein Wort markieren und nach diesem wird dann gesucht. Wem das viele Klicken lästig ist, kann die Tastenkombinationen Strg-1 bzw. Alt-Strg-1 (für markiertes Wort) verwenden.





rechtes Maus - markierten Text suchen - Übersetzungsdatenbank




rechte Maus -Text suchen - Übersetzungsdatenbank




Bevor man seine Übersetzung dem Team-Koordinator zumailt, muss man einige Tests durchführen. Dies kann man ganz einfach mit dem Menüpunkt Extras - Tests durchführen.



Extras Tests




Nach getaner Arbeit (bei längeren Dokumenten natürlich bereits zwischendurch immer wieder) speichert man sein Werk ab (Datei-Speichern unter).



Datei - Speichern unter




Jetzt muss man die Datei nur noch in das Format bringen, in dem man sie wegschicken soll. Dazu startet man die Software K-System-kleine Werkzeuge-ark (SuSE) bzw. K-Dienstprogramme-Ark Archivprogramm (Knoppix), geht dort auf Datei-Neu und wählt einen Namen für das Archiv, d.h. die gepackte Datei. Wichtig ist, dass man die Endung .tar.gz einstellt. Dann sieht man ein Fenster, in dem steht "keine Dateien im aktuellen Archiv" "No files in current archive". Man geht in diesem Fenster auf den Menüpunkt Aktion -Dateien hinzufügen oder Aktion-Verzeichnis hinzufügen und wandert zu den Dateien oder Verzeichnissen, die man übersetzt hat. Nun sagt man OK, Archiv schliessen - fertig.



Endung .tar.gz Aktion Dateien hinzufügen




Diese Archiv-Datei kann jetzt an den Team-Koordinator geschickt werden. Das Mail-Programm findet man unter K - Internet - Kommunikation - KMail (SuSE) bzw. K-Internet-KMail (Knoppix).



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